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Müller Safebatrea

batrea · Lagerschrank für Lithium-Ionen-Batterien

Lithium-Ionen-Batterien sicher lagern und laden.

batrea ist ein feuerwiderstandsfähiger Lagerschrank für Lagerung und Ladung von Lithium-Ionen-Batterien. Geprüft und zertifiziert gemäß Einheitsblatt VDMA 24994:2024-08 in den Klassen I/O30 und I/O60. Für den Fachhandel, mit Ansprechpartnern in Herborn.

Zertifiziert gemäß VDMA 24994:2024-08 I/O30I/O60
batrea 3, Lagerschrank für Lithium-Ionen-Batterien, geschlossen, Korpus in RAL 7035 mit schwarzem Bedienfeld-Aufsatz und Lüftungsanschluss
01–07 Sieben Kapitel

Wie lagert man Lithium-Ionen-Batterien im Betrieb sicher?

Lithium-Ionen-Batterien werden im Betrieb sicher gelagert und geladen, wenn sie in einem geprüften Lagerschrank stehen, der ein Ereignis im Inneren zurückhält, Temperatur und Rauch erkennt und die Abluft kontrolliert abführt. Der Maßstab dafür ist das Einheitsblatt VDMA 24994:2024-08. batrea ist danach zertifiziert (Klassen I/O30 und I/O60), erlaubt das Laden im Schrank und fasst je Lagerebene bis zu 3000 Wh. Synonyme: Akkuschrank, Akku-Ladeschrank, Sicherheitsschrank für Lithium-Ionen-Akkus.

  1. 1 Risiko
  2. 2 Typische Situationen
  3. 3 Lösung
  4. 4 Schrankkonzept
  5. 5 Sicherheitsmerkmale
  6. 6 Varianten
  7. 7 Beratung und Anfrage

Zuletzt aktualisiert:

Belegt

Einheitsblatt VDMA 24994:2024-08 Prüfanforderungen für feuerwiderstandsfähige Lagerschränke für Lithium-Ionen-Batterien im Falle eines Thermal Runaway
Klassen I/O30 · I/O60 I: Innenbrandversuch bestanden · O: Außenbrandversuch 30 bzw. 60 Minuten (Bedeutung laut Einheitsblatt, siehe Kapitel 3)
Prüfweg ECB•S Die Zertifizierung wird durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle erteilt und bei ECB•S anerkannten Kooperationspartnern geprüft.
Prüfzellen NMC 9-0,5-0,5 Geprüft an den gefährlichsten Batterien NMC 9-0,5-0,5 (Datenblatt)
Konstruktion EN 1143-1 Korpus und Türkonstruktion in Anlehnung an Widerstandsgrad I gemäß EN 1143-1
Kapazität 3000 Wh je Lagerebene, maximale Ladeleistung 3000 W je Lagerebene, 100 kg je Ablage

Zertifikate 2201/LIB25-02 (I/O60, Baugröße 1) und 2201/LIB25-03 (I/O30, Baugrößen 1 bis 3), ausgestellt von der European Certification Body GmbH (ECB•S), gültig bis 07.04.2029.

Was bei einem Thermal Runaway passiert

Ein Thermal Runaway (thermisches Durchgehen) ist eine sich selbst verstärkende Reaktion in einer Lithium-Ionen-Zelle: Ab einer kritischen Temperatur zersetzen sich Separator, Elektrolyt und Elektrodenmaterial, die Zelle erhitzt sich weiter, setzt brennbare und giftige Gase frei und kann benachbarte Zellen mitreißen.

Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Brand liegt darin, dass die Energie in der Zelle selbst steckt. Sauerstoffentzug hilft deshalb nur begrenzt, und eine Zelle, die scheinbar erloschen ist, kann sich erneut entzünden. Die DGUV Information 205-041 (Stand März 2024) beschreibt Auslöser, Verlauf und Löschstrategie; die folgenden fünf Zustände fassen sie zusammen.

Was bei einem Thermal Runaway passiert 01 Auslöser · 02 Erwärmung · 03 Gasbildung · 04 Entzündung · 05 Propagation 01 02 03 04 05
  1. 01

    Auslöser

    Überhitzung, Überladung oder ein innerer Kurzschluss. Vorschäden durch Stoß, Sturz, Hitze, Kälte oder direkte Sonneneinstrahlung erhöhen das Risiko.

    Quelle: DGUV Information 205-041, 2024

  2. 02

    Erwärmung

    Die Zelle erwärmt sich schneller, als sie Wärme abgeben kann. Der Vorgang ist von außen zunächst nicht sichtbar; ein Temperaturanstieg im Lagerbereich ist das erste messbare Signal.

    Quelle: DGUV Information 205-041, 2024

  3. 03

    Gasbildung

    Beim Öffnen der Druckentlastung entsteht ein weiß-grauer, brennbarer Nebel aus Elektrolyt und Zellbestandteilen. Die freigesetzten Gase und Stäube sind teils hochgiftig oder krebserzeugend.

    Quelle: DGUV Information 205-041, 2024

  4. 04

    Entzündung

    Das Gasgemisch entzündet sich. Ein Batteriebrand tritt in der Regel nicht ohne explosionsartiges Abbrennen und ohne Austritt entzündbarer Gase auf.

    Quelle: GIT Sicherheit, Interview zum VDMA-Einheitsblatt 24994, 2025

  5. 05

    Propagation

    Die Reaktion springt auf Nachbarzellen und Nachbarbatterien über (thermische Propagation). Ziel jeder Schutzmaßnahme ist deshalb, das Ereignis auf die betroffene Batterie zu begrenzen und langanhaltend zu kühlen.

    Quelle: DGUV Information 205-041, Abschnitt 6.3, 2024

Was daraus für den Betrieb folgt

Nicht der Brand allein ist das Risiko, sondern seine Folgen: Rauchgas im Gebäude, Ausbreitung auf Lagergut, Betriebsunterbrechung und die Frage, ob der Sachversicherer die Lagerung als ordnungsgemäß anerkennt. Ein geprüfter Lagerschrank beantwortet genau diese Fragen, nicht die nach der Batteriequalität.

Alle Angaben in diesem Kapitel sind Orientierungswissen aus öffentlichen Quellen. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Regelwerke.

Wo das Risiko im Alltag entsteht

Lithium-Ionen-Batterien sind selten das Kerngeschäft eines Betriebs. Sie sammeln sich: in Werkzeugkoffern, an Ladegeräten, in Rückläuferkisten, in Fahrzeugen. Die folgenden Situationen sind typische Ausgangspunkte einer Anfrage. Für den Fachhandel sind sie zugleich die Zielgruppenlandkarte.

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  • 01 Akku-Werkzeuge

    Werkbank und Ladeecke

    Handwerk, Werkstatt, Instandhaltung

    Akkus von Werkzeugen laden auf der Werkbank oder in Regalen zwischen brennbarem Material. Laden ist der kritische Zustand, weil Energie eingetragen wird.

  • 02 E-Bike-Akkus

    Fahrradhandel und Werkstatt

    E-Bike, Pedelec, Lastenrad

    Kundenakkus mit mehreren hundert Wattstunden werden geladen, gelagert und zur Reparatur angenommen, oft im Verkaufsraum.

  • 03 Unbekannter Zustand

    Rückläufer und Schadakkus

    Handel, Service, Reparatur

    Zurückgesendete oder beschädigte Batterien mit unbekanntem Zustand warten auf Prüfung oder Entsorgung. Aufgeblähte oder beschädigte Batterien dürfen nicht geladen werden.

  • 04 Wechselakkus

    Reinigungs- und Flurförderzeuge

    Gebäudedienste, Intralogistik

    Wechselakkus von Reinigungsmaschinen, Hubwagen und Kommissionierern werden im Schichtbetrieb ständig nachgeladen.

  • 05 Viele Nutzer

    Labore, Schulen, Hochschulen

    Bildung, Forschung

    Messgeräte, Prototypen und Sammlungen von Kleinakkus in Räumen mit vielen Personen und wechselnder Nutzung.

  • 06 Transportvorbereitung

    Logistik und Versandvorbereitung

    Lager, Versand, Gefahrgut

    Batterien werden gesammelt, verpackt und für den Transport vorbereitet; Lagerung und Laden gehören getrennt.

  • 07 Bereitschaft

    Kommunale Betriebe und Einsatzkräfte

    Bauhof, Feuerwehr, Rettungsdienst

    Akkugeräte im Dauerbereitschaftsbetrieb, häufig in Fahrzeughallen mit weiterem Gerät.

  • 08 Dauerladung

    Medizin- und Messtechnik

    Praxen, Kliniken, Prüflabore

    Geräteakkus, die zuverlässig verfügbar sein müssen und deshalb ständig am Ladegerät hängen.

Typische Auslöser einer Anfrage

  • Begehung durch Berufsgenossenschaft oder Feuerwehr
  • Anforderung des Sachversicherers
  • Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV
  • Vorfall im eigenen Betrieb oder in der Nachbarschaft
  • Neubau, Umnutzung oder Ausschreibung
  • Wachsender Akkubestand ohne festen Lagerort

Trennen, begrenzen, erkennen, abführen

Ein Lagerschrank für Lithium-Ionen-Batterien ist ein geschlossenes Behältnis, das Batterien während Lagerung und Ladung von der Umgebung trennt, ein Ereignis im Inneren begrenzt, Temperatur und Rauch erkennt und Gase kontrolliert abführt. Was ein solcher Schrank leisten muss, legt das Einheitsblatt VDMA 24994:2024-08 fest.

  1. 01

    Trennen

    Die Batterien stehen in einem mehrwandigen, verriegelten Behältnis, nicht auf der Werkbank.

  2. 02

    Begrenzen

    Korpus, Tür, Riegelwerk und Dichtung halten Flammen, Druck und Rauch im Inneren.

  3. 03

    Erkennen

    Sensorik meldet Temperaturanstieg und Rauch, bevor die Umgebung etwas bemerkt.

  4. 04

    Abführen

    Ein Abluftanschluss führt Gase ab; im Gefahrenfall schließt die Klappe automatisch.

Warum ein Stahlschrank nicht genügt

Ein gewöhnlicher Stahlschrank oder ein Gefahrstoffschrank nach EN 14470-1 ist für Brand von außen ausgelegt: Er soll den Inhalt eine definierte Zeit vor einem Raumbrand schützen. Ein Thermal Runaway findet innen statt, mit Druck, Gas und Hitze. Die European Security Systems Association (ESSA) weist darauf hin, dass EN 14470-1 „nicht mit der VDMA 24994 vergleichbar" sei, da sie das Explosionsrisiko innerhalb des Schranks nicht prüft (Protector, Mai 2025).

Was VDMA 24994:2024-08 prüft

VDMA 24994:2024-08 ist ein Einheitsblatt des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mit Prüfanforderungen für feuerwiderstandsfähige Lagerschränke für Lithium-Ionen-Batterien im Falle eines Thermal Runaway. Es erschien im August 2024 und gilt für abnehmbare, tragbare Batterien bis 25 kg, die im Schrank auch geladen werden dürfen.

  • Der Innenbrandversuch („I", Inside) löst einen Thermal Runaway in einer Batteriebox im Schrank aus. Er wird nicht über Minuten definiert, sondern über die gelagerte Energie in Wattstunden: Der Schrank muss dem gesamten Energiepotenzial im Inneren standhalten.
  • Der Außenbrandversuch („O", Outside) ist optional und prüft den Schutz der Batterien vor einem Raumbrand über 30, 60 oder 90 Minuten, ähnlich der Prüfung nach EN 14470-1.
  • Geprüft wird mit NMC-Zellen als reaktionsfreudiger Zellchemie im ungünstigsten Beladungsfall auf einem Regalboden.
  • Das Einheitsblatt prüft keine Batterieeigenschaften und keine aktiven Lösch- oder Brandmeldesysteme im Schrank und legt keine Mindestanforderungen an die Konstruktion fest.

Quellen: FeuerTRUTZ (Juli 2024), GIT Sicherheit (2025), Protector/ESSA (Mai 2025). Wiedergabe als Orientierung; das Einheitsblatt selbst ist beim VDMA bzw. bei DIN Media erhältlich.

Was I/O30 und I/O60 bedeuten

Die Zertifizierung kennt vier Klassen: I, I/O30, I/O60 und I/O90. „I" steht für den bestandenen Innenbrandversuch, die Zahl hinter „O" für die Dauer des zusätzlichen Außenbrandversuchs in Minuten. batrea ist in den Klassen I/O30 und I/O60 zertifiziert. Welche Klasse für einen Aufstellort sinnvoll ist, hängt von der Brandlast der Umgebung und den Vorgaben von Versicherer und Gefährdungsbeurteilung ab; wir beraten dazu. Einen technischen Unterschied im Aufbau der beiden batrea-Klassen weisen die vorliegenden Unterlagen nicht aus.

Was der Schrank ausdrücklich nicht leistet

  • Er ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung.
  • Er ersetzt keine Brandmeldeanlage und keine Löschanlage.
  • Er ersetzt keine Lüftungsplanung: Der Anschluss an ein geeignetes Belüftungssystem ist bauseits vorzusehen.
  • Er beurteilt nicht den Zustand der Batterie: Aufgeblähte, auslaufende oder beschädigte Batterien dürfen nicht gelagert oder geladen werden.

Regelwerke zur Orientierung Orientierung, keine Produkteigenschaft

Diese Regelwerke betreffen den Betreiber, nicht den Schrank. Sie helfen dem Fachhandel bei der Beratung; verbindlich ist der jeweils aktuelle Originaltext.

  • VDMA 24994:2024-08Prüfanforderungen für Lagerschränke; Grundlage der batrea-Zertifizierung.August 2024
  • DGUV Information 205-041Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien: Auslöser, Lagerung, Laden, Brandbekämpfung.März 2024
  • VdS 3103Merkblatt der Sachversicherer: Einteilung nach Leistungsklassen (ab 100 Wh je Batterie „mittlere Leistung"), abgetrennte Lagerbereiche oder Abstände.VdS Schadenverhütung
  • TRGS 510Lagerung in ortsbeweglichen Behältern: Gefährdungsbeurteilung, Trennung von Lagern und Laden; Lithium-Batterien werden in der Praxis wie brennbare Feststoffe behandelt.Ausgabe 2021

So ist batrea aufgebaut

batrea stammt aus dem Tresorbau: Korpus und Tür sind mehrwandig, die Tür verriegelt vierseitig über ein Riegelwerk, eine Expansions- und Rauchdichtung schließt den Spalt. Die Schnittgrafik zeigt, was das Datenblatt beschreibt; sie geht nicht darüber hinaus.

Schnittgrafik batrea: Wandaufbau, Türblatt, Riegelwerk, Dichtung, Abluftweg Schematischer Schnitt durch den Lagerschrank. Von außen nach innen: mehrwandiger Korpus mit Isolierstoffkombination, mehrwandiges Türblatt mit vierseitiger Verriegelung und Expansions- und Rauchdichtung, im Inneren eine Lagerebene mit Batterien, oben der Abluftanschluss DN100 mit Lüftungsklappe und das Bedienfeld. DN100 · 30 m³/h
  1. 01

    Mehrwandiger Korpus

    Mehrwandige Konstruktion des Lagerschrankes, des Korpus und der Tür mit einer speziellen Kombination von Isolierstoffen. Die Innenwand hält das Ereignis, die Isolierung begrenzt den Wärmedurchgang nach außen.

  2. 02

    Mehrwandiges Türblatt

    Ein mehrwandiges Türblatt schließt die Front. Korpus und Türkonstruktion sind in Anlehnung an Widerstandsgrad I gemäß EN 1143-1 ausgeführt.

  3. 03

    Vierseitige Verriegelung

    Die Tür sperrt vierseitig, allseitig über ein Riegelwerk. Sie bleibt im Ereignisfall geschlossen, statt durch Druck aufgestoßen zu werden.

  4. 04

    Expansions- und Rauchdichtung

    Eine spezielle Expansions- und Rauchdichtung im Türfalz schließt den Spalt zwischen Tür und Korpus gegen Rauch.

  5. 05

    Abluftweg DN100

    Der Lüftungsanschluss DN100 aus verzinktem Stahl verbindet den Schrank mit der bauseitigen Abluft; Mindestvolumenstrom 30 m³ pro Stunde. Im Gefahrenfall schließt die Lüftungsklappe automatisch, ihre Position wird angezeigt.

  6. 06

    Bedienfeld-Aufsatz

    Auf dem Korpus sitzt der Bedienfeld-Aufsatz in RAL 9005 mit Diagnose-Bedienfeld, Sicherungsdose und Not-Aus-Taste. Der Korpus ist in RAL 7035 lackiert, Griff und Schlüsselrosette sind schwarz.

  7. 07

    Schloss und Befestigung

    Schlüsselschloss Klasse A mit zwei Schlüsseln von 120 mm Länge oder Elektronikschloss Klasse A. Zwei Durchgangslöcher im Boden für die optionale Befestigung am Aufstellort.

Stellfläche, Gewicht, Anlieferung, Anschluss

Ein batrea wiegt zwischen 294 und 630 kg. Das ist ein Verkaufsargument und eine Planungsaufgabe zugleich. Diese Punkte klärt der Fachhandel am besten vor dem Angebot.

Stellfläche
Gesamttiefe 762 mm inklusive Griff, Gesamtbreite 711 bzw. 733 mm inklusive Lüftungsstutzen. Türanschlag und Öffnungsradius einplanen.
Gewicht und Boden
294, 450 oder 630 kg auf rund 0,5 m² Grundfläche. Tragfähigkeit des Bodens und Transportweg (Türbreiten, Aufzug, Etage) vorab prüfen.
Anlieferung
Lieferung per Spedition; Aufstellung mit Hebemitteln. Etagentransport, Verankerung und Ausrichtung werden je Objekt vereinbart. Der Transport- und Verankerungsfragebogen von Müller Safe erfasst die nötigen Angaben.
Verankerung
Zwei Durchgangslöcher im Boden. Laut AGB von Müller Safe erfolgt eine beauftragte Verankerung mit maximal zwei Bohrungen je Schrank; die Vorlage eines Verankerungsbogens ist dann verpflichtend.
Abluft
Anschluss DN100, Mindestvolumenstrom 30 m³/h, bauseitiges Belüftungssystem erforderlich. Der Schrank muss an ein geeignetes Belüftungssystem angeschlossen sein (Kurzanleitung des Herstellers).
Strom
Netzanschluss 230 V/50 Hz über eine geerdete Steckdose; werkseitiges Netzkabel 4,5 m; Absicherung des Stromkreises nach den technischen Angaben (Kurzanleitung des Herstellers).
Größenvergleich batrea 1, 2 und 3 im Maßstab Drei Silhouetten im Maßstab mit Gesamthöhen 754, 1269 und 1969 mm, Gesamtbreite 711 bzw. 733 mm; Referenzlinie bei 1000 mm. Referenz 1 m 754 mm batrea 1 711 × 762 mm · 294 kg 1.269 mm batrea 2 733 × 762 mm · 450 kg 1.969 mm batrea 3 733 × 762 mm · 630 kg
Drei Silhouetten im Maßstab mit Gesamthöhen 754, 1269 und 1969 mm, Gesamtbreite 711 bzw. 733 mm; Referenzlinie bei 1000 mm.

Wer hinter dem Angebot steht

Die Müller Safe GmbH in Herborn ist Hersteller von Wertschutz- und Sicherheitsbehältnissen mit eigener Fertigung (Laserschneiden, Kanten, Schweißen, Pulverbeschichten) und Mitglied im Fachverband Sicherheitssysteme im VDMA sowie in der European Security Systems Association (ESSA). batrea wird von Müller Safe im deutschen Markt betreut: Beratung, Angebot, Lieferung, After-Sales.

Fertigung
TRUMPF TruLaser 3030 · Gasparini PBS 135 · MIG/MAG/UP-Schweißen · Wagner Pulverbeschichtung
Verbände
Fachverband Sicherheitssysteme im VDMA · ESSA
After-Sales
Schloss-Einbau und Programmierung · Ersatzschlüssel · Wartung · Transport · Notöffnung · Reparatur · Entsorgung

Das Diagnose-Bedienfeld

Auf dem Bedienfeld-Aufsatz sitzen LED-Leuchten, piezoelektrische Tasten, die Not-Aus-Taste und die Sicherungsdose. Die Belegung der zehn Elemente stammt aus der Kurzanleitung des Herstellers (V 1.0). Tippen oder klicken Sie auf einen Punkt.

Bedienfeld batrea mit zehn beschrifteten Elementen Von links nach rechts: UNLOCKED, SMOKE, OK, START, STOP, TEST, ALARM, 50 °C, 60 °C, rechts das batrea-Signet; am rechten Rand des Aufsatzes die Not-Aus-Taste. UNLOCKED SMOKE OK START STOP TEST ALARM 50 °C 60 °C Not-Aus batrea
  1. 1 UNLOCKED Kontrollleuchte: Tür entriegelt bzw. geöffnet. Bei geöffneter Tür startet das System den Ladevorgang nicht und setzt ihn nicht fort.
  2. 2 SMOKE Kontrollleuchte: Rauch im Schrank erkannt. Gehört zum kritischen Alarm (Stufe 2) mit Dauerton.
  3. 3 OK Betriebszustand normal. Der Lagerschrank funktioniert, die Steckdosen sind mit Strom versorgt.
  4. 4 START Starttaste: startet den Ladevorgang und schaltet die Steckdosen ein. Voraussetzung ist die geschlossene, verriegelte Tür.
  5. 5 STOP Stopptaste: beendet den Ladevorgang und schaltet die Steckdosen aus.
  6. 6 TEST Systemtest: läuft automatisch etwa drei Sekunden, Alarmanzeigen leuchten, ein akustisches Signal ertönt. Prüft die wichtigsten Sicherheitssysteme.
  7. 7 ALARM Kritischer Alarm (Stufe 2): Rauch oder kritische Temperatur erkannt, Dauerton. Tür nicht öffnen, Abstand halten, bei Rauch oder Feuer Notruf 112.
  8. 8 50 °C Warnung (Stufe 1): erhöhte Temperatur im Schrank, akustisches Signal unterbrochen. Den Lagerschrank aufmerksam beobachten.
  9. 9 60 °C Kritische Temperatur erreicht. Das automatische Lüftungsabschaltsystem greift bei Erkennung einer hohen Temperatur (60 °C); die Lüftungsklappe schließt.
  10. 10 Not-Aus Notabschaltsystem (STOP/EMERGENCY). Nur im Falle einer unmittelbaren Gefahr für Leben oder Gesundheit verwenden.
Von links nach rechts: UNLOCKED, SMOKE, OK, START, STOP, TEST, ALARM, 50 °C, 60 °C, rechts das batrea-Signet; am rechten Rand des Aufsatzes die Not-Aus-Taste.

Aktive Sicherheitsfunktionen

  1. 01

    Temperaturanstieg erkennen

    Das intuitive Diagnose-Bedienfeld mit piezoelektrischen Tastern informiert über den Temperaturanstieg im Schrank: Warnung ab erhöhter Temperatur, kritischer Alarm bei kritischer Temperatur.

  2. 02

    Rauch erkennen

    Erkennung von Rauch im Schrank. Rauch gehört zu den ersten Anzeichen eines beginnenden Ereignisses und löst den kritischen Alarm aus.

  3. 03

    Lüftung automatisch abschalten

    Automatisches Lüftungsabschaltsystem im Falle der Erkennung einer hohen Temperatur (60 °C). Die Lüftungsklappe schließt im Gefahrenfall automatisch; ihre Position wird angezeigt.

  4. 04

    Nur bei geschlossener Tür laden

    Bei geöffneter Tür startet das System den Ladevorgang nicht und setzt ihn nicht fort. Die Türen müssen während Lagerung und Ladung geschlossen bleiben.

  5. 05

    Not-Aus und Sicherungssatz

    Notabschaltsystem (STOP/EMERGENCY), Buzzer für akustische Signale und ein Sicherungssatz mit zwei Sicherungen in der Sicherungsdose über dem Bedienfeld.

Leistungsgrenzen je Lagerebene

  • 3000Whmaximale Leistung der gelagerten Batterien auf einer Lagerebene
  • 3000Wmaximale Ladeleistung auf einer Lagerebene
  • 100kgmaximale Tragfähigkeit der einzelnen Ablagen

Was im Alarmfall zu tun ist

Die Kurzanleitung des Herstellers ist eindeutig: Bei kritischem Alarm die Schranktür nicht öffnen, denn der Schrank ist so konstruiert, dass er ein mögliches Feuer im Inneren zurückhält. Situation aus sicherer Entfernung beurteilen, bei Rauch oder Feuer Notruf 112 mit dem Hinweis auf einen Schrank für Lithium-Ionen-Batterien absetzen, andere warnen, evakuieren. Bleibt der Alarm ohne sichtbare Anzeichen aktiv, die zuständige Person informieren und den Betrieb nicht eigenmächtig wieder aufnehmen.

Quelle: Kurzanleitung Lagerschrank batrea, V 1.0, Abschnitt 6 (Herstellerdokument)

Drei Baugrößen, zwei Klassen, drei Steckdosentypen

Die Baugröße bestimmt Lagerebenen, Steckdosen, Kapazität und Gewicht. Alle Werte stammen aus dem Datenblatt und gelten für beide Klassen gleichermaßen.

batrea 1

batrea 1, Lagerschrank für Lithium-Ionen-Batterien mit einer Lagerebene, geöffnet
Lagerebenen
1
Steckdosen
5
je Schrank
3.000 Wh · 3.000 W
Gewicht
294 kg
Außenmaße
754 × 711 × 762 mm
Innenmaße
452 × 566 × 471 mm
Art.-Nr. I/O30
B470006.01.01 / .02 / .03
Art.-Nr. I/O60
B470001.01.01 / .02 / .03
Technische Daten batrea 1, 2 und 3 (Quelle: Datenblatt batrea I/O30 und I/O60)
1 batrea 12 batrea 23 batrea 3
Art.-Nr. I/O60B470001.01.01 / .02 / .03B470002.01.01 / .02 / .03B470003.01.01 / .02 / .03
Art.-Nr. I/O30B470006.01.01 / .02 / .03B470007.01.01 / .02 / .03B470008.01.01 / .02 / .03
Steckdosen5 St.15 St.25 St.
Lagerebenen / Fachböden1 / 03 / 25 / 4
Max. Leistung je Lagerebene3.000 Wh3.000 Wh3.000 Wh
Max. Leistung je Schrank3.000 Wh9.000 Wh15.000 Wh
Max. Ladeleistung je Lagerebene3.000 W3.000 W3.000 W
Max. Ladeleistung je Schrank3.000 W3.680 W3.680 W
Tragfähigkeit je Ablage100 kg100 kg100 kg
Außenhöhe Korpus704 mm1.219 mm1.919 mm
Höhe Lüftungsanschlussmin. 50 mmmin. 50 mmmin. 50 mm
Gesamthöhe754 mm1.269 mm1.969 mm
Korpusaußenbreite711 mm711 mm711 mm
Breite Lüftungsstutzen22 mm22 mm
Gesamtbreite711 mm733 mm733 mm
Korpusaußentiefe702 mm702 mm702 mm
Griff-Tiefe60 mm60 mm60 mm
Gesamttiefe762 mm762 mm762 mm
Innenmaße (H × B × T)452 × 566 × 471 mm966 × 544 × 471 mm1.666 × 544 × 471 mm
Türdurchgangsmaße (H × B)374 × 462 mm889 × 462 mm1.589 × 462 mm
Gewicht294 kg450 kg630 kg

Endung .01 = Typ E · .02 = Typ F · .03 = Typ G

Klassen I/O30 und I/O60

Beide Klassen sind gemäß Einheitsblatt VDMA 24994:2024-08 geprüft und zertifiziert. Die Bedeutung der Klassen erklärt Kapitel 3. Der Zertifizierungsumfang je Baugröße laut den vorliegenden Zertifikaten:

batrea 2 und 3 in Klasse I/O60 sind im Datenblatt geführt; ihr Zertifizierungsstatus wird auf Anfrage bestätigt.

Derzeit sind auf mueller-safe.de vier Artikel gelistet, alle mit Steckdosentyp F. Lieferbarkeit weiterer Varianten und Steckdosentypen auf Anfrage.

  • I/O30 Baugrößen 1, 2 und 3 Zertifikat 2201/LIB25-03 · gültig bis 13.04.2029 Serie batrea I/O30
  • I/O60 Baugröße 1 Zertifikat 2201/LIB25-02 · gültig bis 07.04.2029 Serie batrea I/O60

Steckdosentypen

Die Endung der Artikelnummer bezeichnet den Steckdosentyp im Schrank. Er richtet sich nach dem Land des Aufstellorts.

  • .01 Typ EPolen, Frankreich, Belgien, Tschechien, Slowakei
  • .02 Typ FDeutschland, Österreich, Niederlande, Schweden, Spanien, Portugal
  • .03 Typ GGroßbritannien, Irland, Vereinigte Arabische Emirate, Singapur

Müller Safe liefert laut AGB grundsätzlich innerhalb Deutschlands; Lieferungen in andere Länder nach Einzelvereinbarung.

Artikelseiten auf mueller-safe.de: batrea-Kategorie mit allen gelisteten Artikeln · B470001.01.02 · B470006.01.02 · B470007.01.02 · B470008.01.02

Welche Baugröße passt?

Drei Angaben genügen für eine erste Empfehlung. Sie ersetzt keine Beratung und enthält keine Preis- oder Lieferaussage.

Ohne JavaScript wird die Empfehlung nach dem Absenden auf dieser Seite angezeigt.

Wie viel Energie sollen die Batterien zusammen haben, die gleichzeitig im Schrank liegen?

Die Wattstunden (Wh) stehen auf der Batterie. Beispiel: zehn Werkzeugakkus mit je 90 Wh sind 900 Wh.

Wie viele Ladegeräte sollen gleichzeitig angeschlossen sein?
Wie viel Platz steht am Aufstellort in der Höhe zur Verfügung?

Häufige Fragen

01

Was ist der Unterschied zwischen I/O30 und I/O60?

Beide Klassen bezeichnen nach VDMA 24994 einen bestandenen Innenbrandversuch („I") und unterscheiden sich in der Dauer des zusätzlichen Außenbrandversuchs: 30 bzw. 60 Minuten Schutz der Batterien vor einem Brand von außen. Welche Klasse an einem Aufstellort sinnvoll ist, hängt von Umgebung, Brandlast und den Vorgaben des Versicherers ab. Einen dokumentierten Unterschied im Aufbau der beiden batrea-Klassen weisen die vorliegenden Datenblätter nicht aus; wir klären das im Gespräch.

02

Brauche ich zwingend eine Abluftanlage?

Ja. Laut Kurzanleitung des Herstellers muss der Lagerschrank an ein geeignetes Belüftungssystem angeschlossen sein. Der Anschluss hat DN100, der Mindestvolumenstrom beträgt 30 m³ pro Stunde. Im Gefahrenfall schließt die Lüftungsklappe automatisch. Die Abluftanlage selbst ist bauseits zu planen und zu installieren.

03

Wie viele Akkus passen in einen batrea?

Das richtet sich nach der Energie: je Lagerebene maximal 3000 Wh und 3000 W Ladeleistung, je Ablage 100 kg. batrea 1 hat eine Lagerebene mit 5 Steckdosen (3000 Wh), batrea 2 drei Ebenen mit 15 Steckdosen (9000 Wh), batrea 3 fünf Ebenen mit 25 Steckdosen (15000 Wh). Die Auswahlhilfe auf dieser Seite rechnet das für Sie durch.

04

Darf im Schrank geladen werden?

Ja. batrea ist ein Lagerschrank für Lagerung und Ladung von Lithium-Ionen-Batterien. Das Laden läuft über die Steckdosen im Schrank und wird über START und STOP am Bedienfeld geschaltet; bei geöffneter Tür startet der Ladevorgang nicht.

05

Ersetzt der Schrank eine Gefährdungsbeurteilung?

Nein. Die Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung bleibt Pflicht des Betreibers. Ein zertifizierter Lagerschrank ist eine technische Schutzmaßnahme, die darin dokumentiert wird, und erleichtert die Bewertung des Schutzniveaus.

06

Was sagt mein Sachversicherer dazu?

Das Merkblatt VdS 3103 der Sachversicherer ordnet Lithium-Batterien ab 100 Wh der mittleren Leistungsklasse zu und verlangt dafür brandschutztechnisch abgetrennte Bereiche oder Abstände zu brennbarem Material. Ein nach VDMA 24994 zertifizierter Schrank mit Zertifikatsnachweis ist eine belastbare Grundlage für das Gespräch mit dem Versicherer; die Anerkennung im Einzelfall trifft der Versicherer.

07

Wie kommt ein 630 kg schwerer Schrank in den ersten Stock?

Per Spedition mit Hebemitteln, nach vorheriger Klärung von Transportweg, Türbreiten, Aufzug und Bodentragfähigkeit. Müller Safe erfasst diese Angaben mit dem Transport- und Verankerungsfragebogen; Etagentransport und Verankerung werden je Objekt vereinbart.

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Was passiert im Brandfall wirklich?

Das Bedienfeld meldet zuerst eine erhöhte Temperatur (Warnung, 50 °C), dann Rauch oder kritische Temperatur (Alarm, 60 °C) mit Dauerton; die Lüftungsklappe schließt automatisch. Der Schrank ist so konstruiert, dass er ein mögliches Feuer im Inneren zurückhält. Die Tür bleibt geschlossen, Personen halten Abstand und setzen bei Rauch oder Feuer den Notruf ab.

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Bekomme ich als Händler Konditionen, eine Preisliste und ein Ausstellungsstück?

Konditionen, Preisliste, Musterstellung und Verkaufsunterlagen besprechen wir direkt mit Ihnen. Nutzen Sie die Händleranfrage auf dieser Seite oder rufen Sie an; die Datenblätter stehen ohne Formular zum Download bereit, damit Sie sie an Ihre Kunden weitergeben können.

Beratung und Anfrage

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  • Datenblatt Datenblatt batrea I/O30 Deutsch · PDF · 354 KB · Version nicht angegeben · Dateistand 17.09.2026 Herunterladen
  • Datenblatt Datenblatt batrea I/O60 Deutsch · PDF · 354 KB · Version nicht angegeben · Dateistand 17.09.2026 Herunterladen
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  • Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung batrea Deutsch Anfordern (auf Anfrage)
  • Zertifikat Zertifikate ECB•S Englisch Anfordern (auf Anfrage)
  • Transport- und Verankerungsfragebogen Transport- und Verankerungsfragebogen Deutsch · PDF · 386 KB Herunterladen

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